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KISS-Boxen

Was ist den eine KISS-Box?

Einfache Antwort: ein Netzwerkgerät, das beliebige Steuerungsdaten über Ethernet transportiert und an jedem möglichen Ort wieder in die Ursprungsdaten zurücktransformiert...

Das heißt: Die Steuerungsdaten von Lichtstellsysteme, anderen Computern, Soundmixer, Videoeditoren oder anden KISS-Boxen werden über eine Ethernetverkablung transportiert und am Ende wieder in direkte Nutzdaten transformiert.

Die Ethernetverkabelung hat gegenüber anderen Systemen einige Vorteile:
- Verfügbar auf den meisten Computersystemen
- Keine speziellen Treiber werden benötigt (in den meisten Fällen)
- Keine Entfernungslimits (bei Verwendung von Glasfaser)
- Große Bandbreite für die Datenübertragung
- Möglichkeit von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen

Die KISS-Box ist dabei eigentlich nichts anderes als ein RISC-Prozessor mit 128Kb Flashmemory, 4Kb EEPROM zum Speichern von Parametern und 48Kb RAM.
Das hört sich im Zeitalter derComputer-RAM-Boliden sehr wenig an, ist aber absolut ausreichend für diese Art der Datenübermittlung.

Durch den intelligenten Aufbau der Hardware und deren Steuerung behandeln die KISS-Boxen die Netzwerkzugriffe ohne das der Hauptprozessor unnötig belastet wird. Das bedeutet, das die KISS-Boxen eine unglaubliche Performance haben.

Als kleines Beispiel: Die RTP MIDI Firmware hat eine Latency (Verzögerung) von max. 900 Mikrosekunden (im allerschlimmsten anzunehmenden Zustand = Worst Case). Dies bedeutet, das zwischen dem Empfangen eines Datenpaketes mit MIDI-Daten, dem Verarbeiten und Ausgeben aus den lokalen Ports maximal 900 Mikrosekunden vergehen.
Ein PC oder MAC benötigt für die gleiche Aufgabe in der Regel zwischen 2 und 4 Millisekunden und gilt dann schon als schnell.

Gleiche Hardware...

... aber unterschiedliche Aufgaben.

Alle KISS-Boxen sind Hardwareseitig gleich aufgebaut. Der Unterschied liegt in der Aufgabenstellung und damit in den sogenannten Extensionboards die für die entsprechende Aufgabe verwendet werden.

Allen Versionen der KISS-Box liegt eine der Anwendung entsprechende Konfigurationssoftware bei. Mit dieser kann gegebenenfalls auch die Firmware der KISS-Box aktualisiert werden.

Alle KISS-Boxen haben den gleichen Formfaktor und sind Hutschienentauglich, das heißt sie können in normalen Elektroverteilungen ohne zusätzliche Befestigungen eingesetzt werden. 5 KISS-Boxen können nebeneinander in eine 19"-Standardinstallation eingebaut werden und benötigen 2 HE.